Förderung Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus
Was es nach dem Ende der Bundesförderung noch gibt, und warum die Gemeinschaftsanlage trotzdem günstiger ist. Stand Oktober 2026.
Förder-Update 2026: Jetzt vorbereiten und sparen
Einige Landesförderungen und die THG-Prämie laufen weiter. Die Bundesförderung (eRide) wurde wegen ausgeschöpften Budgets vorzeitig beendet; neue Registrierungen sind derzeit nicht möglich, ein Nachfolgeprogramm ist noch nicht angekündigt. Sichere dir jetzt deinen kostenlosen Kostenvoranschlag, dann bist du startklar, falls ein neues Programm startet. Jetzt kostenlos Angebote anfragen
Die Bundesförderung für Ladestationen im Mehrparteienhaus (eRide) ist beendet, ein Nachfolgeprogramm ist nicht angekündigt (Stand Oktober 2026). Bis zur Einstellung gab es €1500 je Ladestation mit Lastmanagement in einer Gemeinschaftsanlage (inklusive Basisinfrastruktur) und €800 je Ladestation bei Einzelanlagen. Heute fördern Vorarlberg (€300 je erschlossenem Stellplatz für die Leitungsinfrastruktur) und Oberösterreich (50 % der Netto-Kosten, höchstens €5.000, für die Basisinfrastruktur in bestehenden Mehrwohnungshäusern) Mehrparteienhäuser, dazu einzelne Gemeinden. Die Wahl zwischen Einzelanlage und Gemeinschaftsanlage entscheidet trotzdem über die Kosten, und hier erfährst du, welche Variante sich für dein Haus lohnt.
Ob Eigentumswohnung in der Tiefgarage oder Stellplatz im Innenhof: eine gemeinsame Planung kann die Wallbox-Installation im Mehrparteienhaus günstiger machen. Bei einer Gemeinschaftslösung mit mehreren Parteien teilen sich die Kosten für Zuleitung, Verteiler und Lastmanagement.
Einzelanlage vs. Gemeinschaftsanlage: Förderung im Vergleich
Die Beträge unten zeigen die Bundesförderung bis zu ihrer Einstellung; sie gelten derzeit nicht. Bei der Förderung im Mehrparteienhaus gibt es einen entscheidenden Unterschied: Installierst du eine eigene Wallbox nur für dich (Einzelanlage) oder wird die Ladeinfrastruktur für das gesamte Haus geplant (Gemeinschaftsanlage)? Die Förderhöhe unterscheidet sich deutlich.
Einzelanlage
Ein Eigentümer, ein Ladepunkt
- Eigener Antrag pro Eigentümer
- Unabhängig von anderen Parteien
- Schnellere Umsetzung möglich
Gemeinschaftsanlage
Gemeinsame Infrastruktur für alle Parteien
Oberösterreich: 50 %, max. €5.000
- Eigene Landesprogramme in Vorarlberg und Oberösterreich
- Zukunftssicher für weitere Ladepunkte
- Niedrigere Kosten pro Haushalt
Warum die Gemeinschaftsanlage günstiger sein kann
Bei einer Gemeinschaftsanlage wird die Basisinfrastruktur (Kabel, Verteiler, Lastmanagement) einmal verlegt und gefördert. Jeder neue Ladepunkt kann später einfach angeschlossen werden, ohne nochmal die gesamte Verkabelung neu zu machen. Die Kosten für Zuleitung, Verteiler und Lastmanagement fallen nur einmal an und werden auf alle Beteiligten verteilt.
Wer beantragt die Förderung?
Einzelanlage: Du selbst
Wenn du als einzelner Eigentümer eine Wallbox an deinem Stellplatz installierst, beantragst du die Förderung selbst (die frühere Bundesförderung über umweltfoerderung.at, die Landesförderung in der Steiermark oder im Burgenland beim Land). Du brauchst die Zustimmung der anderen Eigentümer: Für eine Vorrichtung zum Langsamladen gilt seit der WEG-Novelle 2022 die Zustimmungsfiktion nach § 16 Abs 5 WEG (widerspricht niemand binnen zwei Monaten nach Zugang der Verständigung, gilt die Zustimmung als erteilt); laut ÖAMTC fallen Ladeleistungen ab 11 kW nach den Gesetzesmaterialien nicht mehr unter das Langsamladen, dann braucht es weiterhin die Zustimmung aller anderen Eigentümer oder das Bezirksgericht.
WEG-Novelle 2022: Was hat sich geändert? →Gemeinschaftsanlage: Hausverwaltung oder WEG
Bei einer Gemeinschaftsanlage stellt die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft den Förderantrag. Das oberösterreichische Programm fördert je Wohnanlage eine Basisinfrastruktur, Vorarlberg verlangt bei Eigentümergemeinschaften einen Beschluss zur Errichtung der Leitungsinfrastruktur. Die Kosten werden auf alle beteiligten Parteien aufgeteilt.
Tipp: Wenn deine Hausverwaltung blockiert: Seit der WEG-Novelle 2022 darf die Zustimmung zu einer Vorrichtung zum Langsamladen nicht aus diesem Grund verweigert werden, und für Beschlüsse genügt nach § 24 Abs 4 WEG auch eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen, wenn sie mindestens ein Drittel aller Anteile erreicht. Mehr dazu in unserem Guide:
Hausverwaltung blockiert Wallbox? So gehst du vor →Voraussetzungen für die MFH-Förderung (Bund bis zur Einstellung)
100% Ökostrom
Die Wallbox musste mit Strom aus 100% erneuerbaren Energieträgern betrieben werden, nachgewiesen über einen Ökostrom-Tarif oder eine PV-Anlage. Das galt für Einzel- und Gemeinschaftsanlagen gleichermaßen.
Fachgerechte Installation
Die Installation musste durch einen konzessionierten Elektrofachbetrieb erfolgen, bei Gemeinschaftsanlagen bestätigte der Elektriker die Errichtung mit einem eigenen Formular. Das oberösterreichische Programm fördert auch Planungskosten bis 10 % der Gesamtkosten.
Registrierung vor dem Antrag
Wie im Einfamilienhaus: zuerst auf umweltfoerderung.at registrieren, dann innerhalb von 36 Wochen den Antrag stellen; die Rechnung durfte dabei höchstens 9 Monate alt sein. Beim oberösterreichischen Landesprogramm muss der Antrag vor der ersten Bestellung einlangen.
Beschluss der Eigentümergemeinschaft
Für eine Gemeinschaftsanlage brauchst du einen Beschluss der Eigentümergemeinschaft (Vorarlberg verlangt ihn ausdrücklich). Nach § 24 Abs 4 WEG genügt dafür die Mehrheit aller Miteigentumsanteile oder eine Zweidrittelmehrheit der abgegebenen Stimmen, die mindestens ein Drittel aller Anteile erreicht. Mehr dazu: WEG-Novelle 2022.
Lastmanagement: Pflicht und Förderung
Ob der Netzbetreiber ein Lastmanagement verlangt, hängt von der Anschlussleistung ab; die frühere Bundesförderung setzte es bei Gemeinschaftsanlagen voraus, das oberösterreichische Landesprogramm ebenso. Es verteilt die verfügbare elektrische Leistung auf alle Ladepunkte, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird.
Kosten und Förderung Lastmanagement
Kosten Lastmanagement
je nach System
Abhängig von Anzahl der Ladepunkte und Hersteller, steht im Angebot des Elektrikers
Förderung (als Teil der Basisinfrastruktur)
OÖ: 50 %, max. €5.000
Bundesförderung beendet (Stand Oktober 2026); in Oberösterreich Teil der geförderten Basisinfrastruktur
Das Lastmanagement ist bei der Gemeinschaftsanlage Teil der Basisinfrastruktur, die Kosten teilen sich alle Parteien. Bei einer Einzelanlage trägst du sie allein, ein weiterer Grund, warum die Gemeinschaftslösung günstiger sein kann.
Alles zum Thema Lastmanagement im DetailFörderung im MFH beantragen: Schritt für Schritt
Eigentümergemeinschaft informieren
Bringe das Thema E-Ladeinfrastruktur in der nächsten Eigentümerversammlung ein. Kläre, ob eine Einzelanlage oder Gemeinschaftsanlage gewünscht ist. Ein Musterbrief hilft dir beim Einstieg.
Kostenvoranschlag einholen
Lass dir von einem Elektriker einen Kostenvoranschlag erstellen, idealerweise für beide Varianten (Einzel und Gemeinschaft). Über wallbox-kosten.at bekommst du bis zu 3 Angebote kostenlos.
Beschluss fassen
Hole den Beschluss der Eigentümergemeinschaft ein: Mehrheit aller Anteile oder zwei Drittel der abgegebenen Stimmen mit mindestens einem Drittel aller Anteile (§ 24 Abs 4 WEG). Bei einer Gemeinschaftsanlage klärt ihr auch die Kostenaufteilung.
Förderung beantragen
In Oberösterreich muss der Antrag vor der ersten Bestellung bei der Landesförderstelle einlangen, in Vorarlberg wird er spätestens 6 Monate nach der Schlussrechnung eingebracht. Frag zusätzlich bei deiner Gemeinde nach einem Zuschuss.
Installieren und Rechnungen einreichen
Halte die Reihenfolge deines Programms ein, bevor installiert wird. Bewahre alle Rechnungen, das Prüfprotokoll und die Nachweise auf. Die Förderstelle prüft die Unterlagen und überweist danach den Zuschuss.
Kostenvoranschlag fürs Mehrparteienhaus
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Kostenlos Angebote anfragenEchte Kundenstimmen
Was Kundinnen und Kunden sagen
Rückmeldungen von Haushalten, die über uns einen regionalen Elektrobetrieb bekommen haben.
„Bei uns in der Tiefgarage war die Installation nicht ganz trivial. Der vermittelte Betrieb hat sich mit der Hausverwaltung abgestimmt und alles sauber gelöst. Genau dafür braucht man einen Profi aus der Region.“
„Ich hatte vorher selbst drei Firmen angerufen und nie einen Rückruf bekommen. Über die Plattform ging es innerhalb von zwei Tagen. Der Elektriker aus der Region kannte sich auch mit der Förderung aus und hat beim Antrag geholfen.“
„Zwei Angebote bekommen, in Ruhe verglichen, entschieden. Die Kombination aus PV-Anlage und Wallbox rechnet sich bei uns schon nach wenigen Jahren. Die Vermittlung war kostenlos und ohne Druck.“
„Kurzes Formular ausgefüllt, Rückruf noch am selben Tag. Der Elektriker war pünktlich, die 11-kW-Wallbox lief nach drei Stunden. Preis wie im Angebot, keine Überraschungen.“
„Firmenwagen elektrisch, also musste daheim eine Wallbox her. Vom Ausfüllen der Anfrage bis zur Montage vergingen keine zehn Tage. Regionaler Betrieb, faire Preise, alles ordentlich dokumentiert für den Arbeitgeber.“
„Anfrage am Sonntagabend gestellt, am Montag hatten sich schon zwei Elektriker aus dem 22. Bezirk gemeldet. Die Wallbox für unser E-Auto war zwei Wochen später montiert. Unkomplizierter geht's nicht.“
„Wir wollten eigentlich nur eine Wallbox, der vermittelte Betrieb hat uns dann eine kombinierte Lösung mit PV-Anlage durchgerechnet. Das Angebot war fair, die Beratung ehrlich, jetzt laden wir großteils mit eigenem Sonnenstrom.“
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Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist die Förderung für eine Wallbox im Mehrparteienhaus?
Stand Oktober 2026 gibt es keine Bundesförderung mehr: das Programm eRide ist beendet, ein Nachfolgeprogramm ist nicht angekündigt. Bis zur Einstellung waren es €800 je Ladestation als Einzelanlage und €1500 je Ladestation mit Lastmanagement in einer Gemeinschaftsanlage (inklusive Basisinfrastruktur). Aktuell fördert Vorarlberg Mehrparteienhäuser mit €300 je erschlossenem Stellplatz (Leitungsinfrastruktur, max. €10.000 je Haus) und Oberösterreich die Basisinfrastruktur in bestehenden Mehrwohnungshäusern mit 50 % der Netto-Kosten (max. €5.000), dazu kommen mögliche Gemeindezuschüsse.
Was ist der Unterschied zwischen Einzel- und Gemeinschaftsanlage bei der Förderung?
Bei einer Einzelanlage installiert ein Eigentümer seinen eigenen Ladepunkt, bei einer Gemeinschaftsanlage wird die Basisinfrastruktur (Kabel, Verteiler, Lastmanagement) einmal für das ganze Haus verlegt. Bei der inzwischen beendeten Bundesförderung war die Gemeinschaftsanlage deutlich höher gefördert (€1500 statt €800 je Ladestation); günstiger pro Haushalt kann sie auch ohne Förderung sein, weil Zuleitung, Verteiler und Lastmanagement nur einmal anfallen.
Wer beantragt die Förderung im Mehrparteienhaus?
Bei einer Einzelanlage beantragt der jeweilige Wohnungseigentümer selbst. Bei einer Gemeinschaftsanlage stellt die Hausverwaltung oder die Eigentümergemeinschaft den Antrag: in Oberösterreich bei der Landesförderstelle (vor der ersten Bestellung), in Vorarlberg mit dem Antragsformular des Landes (spätestens 6 Monate nach der Schlussrechnung). Die frühere Bundesförderung lief über umweltfoerderung.at.
Ist ein Lastmanagement Pflicht im Mehrparteienhaus?
Ob der Netzbetreiber ein Lastmanagement verlangt, hängt von der Anschlussleistung ab. Es verteilt die verfügbare Leistung auf alle Ladepunkte und verhindert eine Überlastung. Die frühere Bundesförderung setzte es bei Gemeinschaftsanlagen voraus, und das oberösterreichische Landesprogramm fördert die Komponenten für das Lastmanagement als Teil der Basisinfrastruktur.
Kann ich die MFH-Förderung mit der Landesförderung kombinieren?
Derzeit gibt es keine Bundesförderung, die sich kombinieren ließe (Stand Oktober 2026). Vorarlberg (€300 je erschlossenem Stellplatz, max. €10.000 je Haus) und Oberösterreich (50 %, max. €5.000) fördern Mehrparteienhäuser; in Oberösterreich darf für dieselbe Maßnahme keine andere Landesförderung beantragt werden, Zuschüsse Dritter wie Gemeinden werden aliquot aufgeteilt.
Hinweis: Stand: Oktober 2026. Förderbeträge können sich ändern. Die tatsächlichen Förderbeträge für Mehrparteienhäuser hängen von der Art der Anlage (Einzel/Gemeinschaft) und dem Bundesland ab. Prüfe die aktuellen Werte auf den verlinkten offiziellen Seiten. wallbox-kosten.at übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der angegebenen Förderbeträge.
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