Musterbrief: Wallbox in der Eigentumswohnung ankündigen
Vorlage für die Verständigung nach § 16 Abs 5 WEG, als PDF und DOCX.
Du willst eine Wallbox in deiner Eigentumswohnung installieren lassen? Für eine Ladestation zum Langsamladen gibt es seit der WEG-Novelle 2022 die Zustimmungsfiktion (§ 16 Abs 5 WEG): Du verständigst alle anderen Wohnungseigentümer schriftlich, und widerspricht niemand innerhalb von zwei Monaten nach Zugang, gilt die Zustimmung als erteilt.
Wichtig: nur für Langsamladen (bis 5,5 kW)
Laut den Gesetzesmaterialien fällt das Laden mit 5,5 kW eindeutig unter Langsamladen, das Laden mit 22 kW nicht und das mit 11 kW wohl auch nicht. Willst du eine Wallbox mit 11 oder 22 kW betreiben, gilt die Zustimmungsfiktion nicht: Dann brauchst du die Zustimmung aller anderen Wohnungseigentümer, oder das Gericht ersetzt sie.
Wir haben einen Musterbrief für dich vorbereitet, den du nur noch mit deinen Daten ausfüllen musst. Lade ihn als PDF oder DOCX herunter oder kopiere ihn direkt von dieser Seite.
Was muss im Brief stehen?
Damit die Zustimmungsfiktion greift, muss die Verständigung die geplante Änderung klar und verständlich beschreiben und die Rechtsfolgen nennen, wenn niemand widerspricht. Ein vollständiger Brief umfasst diese 5 Punkte:
Bezug auf die Rechtsgrundlage
Nenne § 16 Abs 5 WEG und dass es um eine Vorrichtung zum Langsamladen geht. Die Arbeiterkammer bietet zusätzliche Beratung für Wohnungseigentümer.
Beschreibung der geplanten Maßnahme
Welche Wallbox, welche Ladeleistung und wie viele Phasen (das nennen die Gesetzesmaterialien ausdrücklich), wo genau (Stellplatz-Nr.), welcher Kabelweg und welche allgemeinen Teile dafür genutzt werden, wer installiert.
Angabe deiner Identität und Wohnungseigentum
Vollständiger Name, Top-Nr., Stellplatz-Nr. — damit eindeutig zugeordnet werden kann, wer was wo installieren will.
Hinweis auf die Rechtsfolgen
Das ist Pflicht: Widerspricht der Empfänger nicht innerhalb von zwei Monaten nach Zugang, gilt seine Zustimmung als erteilt. Gib an, wohin ein Widerspruch zu schicken ist (an dich, auf Papier oder in dauerhaft speicherbarer elektronischer Form).
Kontaktmöglichkeit für Rückfragen
Biete an, bei Fragen zur Verfügung zu stehen — das zeigt Kooperationsbereitschaft und kann Widersprüche vermeiden.
Musterbrief herunterladen
Kostenlos und ohne Anmeldung. Einfach herunterladen, anpassen und absenden.
Die DOCX-Datei kannst du direkt in Word oder LibreOffice bearbeiten.
Musterbrief — Vorschau
Hier siehst du den vollständigen Musterbrief. Die Stellen in [eckigen Klammern] musst du mit deinen eigenen Daten ersetzen.
[Dein Vorname Nachname]
[Deine Straße und Hausnummer]
[PLZ] [Ort]
Top [Deine Top-Nr.]
An
[Vorname Nachname der Wohnungseigentümerin / des Wohnungseigentümers]
[Anschrift ihres/seines Wohnungseigentumsobjekts oder bekannt gegebene Zustellanschrift]
[PLZ] [Ort]
Je ein Exemplar an jede Wohnungseigentümerin und jeden Wohnungseigentümer der Liegenschaft, Kopie an die Hausverwaltung [Name].
[Ort], am [Datum]
Betreff: Verständigung gemäß § 16 Abs 5 WEG über die Anbringung einer Vorrichtung zum Langsamladen eines Elektrofahrzeugs am Stellplatz [Nr.]
Sehr geehrte Damen und Herren,
als Wohnungseigentümer/in von Top [Nr.] der Liegenschaft [Adresse der Liegenschaft] verständige ich Sie gemäß § 16 Abs 5 Wohnungseigentumsgesetz 2002 (WEG), dass ich an meinem Kfz-Stellplatz Nr. [Nr.] [in der Tiefgarage / am Parkplatz] eine Vorrichtung zum Langsamladen eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs (Wallbox) anbringen lassen möchte.
Folgende Änderung ist geplant:
- - Ladestation: [Hersteller und Modell]
- - Ladeleistung: höchstens [5,5] kW, [dreiphasig mit höchstens 8 A je Phase / einphasig mit höchstens 3,7 kW]
- - Montageort: Stellplatz Nr. [Nr.], [genaue Stelle, z. B. Wand hinter dem Stellplatz]
- - Leitungsweg: vom [Zählerkasten / Verteiler] über [Beschreibung, z. B. Kabeltrasse an der Garagendecke] zum Stellplatz
- - In Anspruch genommene allgemeine Teile: [z. B. Garagendecke, Kellergang, Durchbruch durch Wand X]
- - Ausführung durch: [Name des Elektrofachbetriebs]
- - Geplanter Zeitraum: [Monat/Jahr]
Die Arbeiten führt ein befugter Elektrofachbetrieb nach den geltenden Vorschriften und Normen aus. Die Kosten trage ich zur Gänze selbst, ebenso allfällige Mehrkosten für die Erhaltung allgemeiner Teile, die durch diese Änderung entstehen (§ 16 Abs 6 WEG). Die Ladestation wird beim zuständigen Netzbetreiber angemeldet.
Hinweis auf die Rechtsfolgen: Widersprechen Sie der beschriebenen Änderung nicht innerhalb von zwei Monaten nach Zugang dieser Verständigung, gilt Ihre Zustimmung gemäß § 16 Abs 5 WEG als erteilt. Ein Widerspruch ist mir auf Papier oder in dauerhaft speicherbarer elektronischer Form (z. B. E-Mail) zu übermitteln: [Deine Anschrift], [Deine E-Mail-Adresse].
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sie erreichen mich unter [Telefonnummer] oder per E-Mail an [E-Mail-Adresse].
Mit freundlichen Grüßen
_______________________________
[Dein Vorname Nachname]
Was du im Brief anpassen musst
Ersetze alle Stellen in [eckigen Klammern] mit deinen eigenen Angaben:
Persönliche Daten
- - Dein vollständiger Name
- - Deine Adresse (Straße, PLZ, Ort)
- - Deine Top-Nummer
- - Telefonnummer und E-Mail
Empfänger
- - Namen und Zustellanschriften aller Miteigentümer
- - Name der Hausverwaltung (für die Kopie)
- - Adresse der Liegenschaft
Wallbox-Details
- - Hersteller und Modell der Wallbox
- - Ladeleistung (höchstens 5,5 kW) und Zahl der Phasen
- - Stellplatz-Nummer und genauer Montageort
Installateur
- - Name des Elektrofachbetriebs
- - Beschreibung des Kabelwegs
- - genutzte allgemeine Teile (z. B. Garagendecke)
Tipp: Je genauer du Leistung, Montageort und Kabelweg beschreibst, desto sicherer ist die Verständigung. Lass dir deshalb vor dem Absenden ein Angebot von einem Elektriker machen, der sich den Stellplatz angesehen hat. Nutze dafür unsere kostenlose Anfrage.
Hinweis: Der Musterbrief ist eine unverbindliche Vorlage und ersetzt keine Rechtsberatung. Prüfe vor dem Absenden, ob er zu deiner Anlage passt; bei Unsicherheit helfen die Arbeiterkammer, die Hausverwaltung oder eine Rechtsanwältin bzw. ein Rechtsanwalt.
Korrigiert am 23.10.2026: Eine frühere Fassung schlug 11 oder 22 kW vor, berief sich auf § 16 Abs 2 statt Abs 5 WEG und sprach von einem „berechtigten Einspruch“. Richtig ist: Die Zustimmungsfiktion gilt nur für Langsamladen, und ein Widerspruch braucht keine Begründung. Danke an den Leser, der uns darauf hingewiesen hat.
Weiterführende Informationen
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Was Kundinnen und Kunden sagen
Rückmeldungen von Haushalten, die über uns einen regionalen Elektrobetrieb bekommen haben.
„Bei uns in der Tiefgarage war die Installation nicht ganz trivial. Der vermittelte Betrieb hat sich mit der Hausverwaltung abgestimmt und alles sauber gelöst. Genau dafür braucht man einen Profi aus der Region.“
„Zwei Angebote bekommen, in Ruhe verglichen, entschieden. Die Kombination aus PV-Anlage und Wallbox rechnet sich bei uns schon nach wenigen Jahren. Die Vermittlung war kostenlos und ohne Druck.“
„Kurzes Formular ausgefüllt, Rückruf noch am selben Tag. Der Elektriker war pünktlich, die 11-kW-Wallbox lief nach drei Stunden. Preis wie im Angebot, keine Überraschungen.“
„Firmenwagen elektrisch, also musste daheim eine Wallbox her. Vom Ausfüllen der Anfrage bis zur Montage vergingen keine zehn Tage. Regionaler Betrieb, faire Preise, alles ordentlich dokumentiert für den Arbeitgeber.“
„Anfrage am Sonntagabend gestellt, am Montag hatten sich schon zwei Elektriker aus dem 22. Bezirk gemeldet. Die Wallbox für unser E-Auto war zwei Wochen später montiert. Unkomplizierter geht's nicht.“
„Wir wollten eigentlich nur eine Wallbox, der vermittelte Betrieb hat uns dann eine kombinierte Lösung mit PV-Anlage durchgerechnet. Das Angebot war fair, die Beratung ehrlich, jetzt laden wir großteils mit eigenem Sonnenstrom.“
„Ich hatte vorher selbst drei Firmen angerufen und nie einen Rückruf bekommen. Über die Plattform ging es innerhalb von zwei Tagen. Der Elektriker aus der Region kannte sich auch mit der Förderung aus und hat beim Antrag geholfen.“
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Quellen & weiterführende Informationen
- RIS: Wohnungseigentumsgesetz 2002, § 16
- RIS: Wohnungseigentumsgesetz 2002, § 24 (Übersendung)
- Erläuterungen zur WEG-Novelle 2022 (1174 d.B.)
- Arbeiterkammer — Beratung für Wohnungseigentümer
Fehler gefunden? Schreib uns an info@wallbox-kosten.at, wir prüfen den Hinweis und korrigieren die Seite.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich den Brief per Einschreiben senden?
Empfehlenswert, weil die 2-Monats-Frist erst mit dem Zugang beginnt und du den Zugang im Streitfall nachweisen musst. Das Gesetz verlangt die Übersendung auf Papier; elektronisch nur an Eigentümer, die das ausdrücklich verlangt haben (§ 24 Abs 5 WEG). Ein Einschreiben gibt dir einen Nachweis über den Versand.
An wen schicke ich den Brief: Hausverwaltung oder alle Eigentümer?
An jede Wohnungseigentümerin und jeden Wohnungseigentümer einzeln. Die Zustimmungsfiktion wirkt nur gegenüber Eigentümern, die selbst verständigt wurden. Geschickt wird an die Anschrift ihres Wohnungseigentumsobjekts oder an eine von ihnen bekannt gegebene Zustellanschrift (§ 24 Abs 5 WEG). Die Hausverwaltung bekommt eine Kopie und kann dir helfen, die Anschriften zu erfahren.
Was passiert nach dem Absenden des Briefs?
Ab dem Zugang haben die anderen Eigentümer 2 Monate Zeit zu widersprechen. Eine Begründung verlangt das Gesetz dafür nicht, der Widerspruch muss dir nur auf Papier oder in dauerhaft speicherbarer elektronischer Form zugehen. Widerspricht niemand, gilt die Zustimmung als erteilt. Widerspricht jemand, brauchst du seine Zustimmung oder eine Entscheidung des Gerichts.
Gilt der Musterbrief auch für eine Wallbox mit 11 oder 22 kW?
Nein. Die Zustimmungsfiktion gilt nur für eine Vorrichtung zum Langsamladen. Laut den Gesetzesmaterialien fällt das Laden mit 5,5 kW eindeutig darunter, das Laden mit 22 kW nicht und das mit 11 kW wohl auch nicht. Für mehr Leistung brauchst du die Zustimmung aller anderen Wohnungseigentümer oder eine gerichtliche Ersetzung der Zustimmung.