Wallbox Kosten in der Eigentumswohnung: Was kommt auf dich zu?

Kosten für Tiefgarage, Lastmanagement und Gemeinschaftsanlage erklärt.

Eine Wallbox in der Eigentumswohnung ist machbar, kostet aber meist mehr als im Einfamilienhaus. In unseren Rechenbeispielen für eine Einzelanlage (30 bis 50 Meter Kabel) liegen die Kosten bei €2.550 bis €5.650, abhängig von Kabellänge, Wanddurchbrüchen und Elektrik. Ein Lastmanagement kommt gegebenenfalls dazu.

Seit der WEG-Novelle 2022 reicht für eine Ladestation zum Langsamladen (laut Gesetzesmaterialien jedenfalls bis 5,5 kW) die schriftliche Verständigung der anderen Eigentümer, solange niemand innerhalb von 2 Monaten widerspricht. In diesem Artikel erfährst du, welche Kosten auf dich zukommen und wie du sie senken kannst. Einen umfassenden Überblick über alle Wallbox-Kosten findest du auf unserer Hauptseite.

Warum ist die Wallbox in der ETW teurer als im Einfamilienhaus?

Im Einfamilienhaus liegt die Garage oft nahe am Sicherungskasten. In der Eigentumswohnung sieht das anders aus:

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Längere Kabelwege

Vom Verteiler durch die Tiefgarage bis zum Stellplatz kann der Weg lang werden. In unserem Kostenrechner rechnen wir mit €15 bis €25 pro Meter Kabel.

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Lastmanagement

Reicht die Anschlussleistung des Hauses nicht für alle Ladepunkte gleichzeitig, verteilt ein Lastmanagement die Leistung. Was es kostet, steht im Angebot des Elektrikers.

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Aufwand in der Anlage

Kabeltrassen an der Decke und Wanddurchbrüche kommen dazu. Unser Kostenrechner schlägt für die Einzelanlage in der Eigentumswohnung 15 bis 25 % auf.

Gesamtkosten: drei Rechenbeispiele

Die Beispiele sind mit derselben Formel gerechnet wie unser Kostenrechner (Einzelanlage, 11 kW, ohne Förderung, gerundet auf €50):

Beispiel Komplettpreis
Stellplatz nahe am Verteiler30 m Kabel, 2 Wanddurchbrüche, FI Typ B neu, Erdung vorhanden €2.550 bis €4.500
Stellplatz in der Tiefgarage40 m Kabel, 1 Wanddurchbruch, FI Typ B neu, Erdung vorhanden €2.650 bis €4.650
Langer Weg, ältere Elektrik50 m Kabel, 2 Wanddurchbrüche, FI Typ B und Erdung neu €3.100 bis €5.650

Richtwerte inkl. MwSt. Nicht enthalten: Lastmanagement, ein neuer Zählerkasten und eine Erhöhung der Anschlussleistung beim Netzbetreiber. Diese Posten können den Preis deutlich erhöhen.

Die Posten im Kostenrechner

🔌 Wallbox (11 kW)

€700–€1.300

In der ETW ist eine Wallbox mit MID-konformem kWh-Zähler empfehlenswert, damit der Ladestrom sauber abgerechnet werden kann.

🔧 Kabel je Meter

€15–€25

Vom Verteiler zum Stellplatz, meist auf einer Kabeltrasse an der Decke oder Wand.

🧱 Wanddurchbruch (je Durchbruch)

€80–€150

Durch Brandabschnitte braucht jeder Durchbruch eine zugelassene Brandabschottung.

🛡️ FI-Schutzschalter Typ B

€200–€350

Entfällt, wenn schon einer vorhanden ist.

👷 Arbeitszeit Elektriker

€500–€900

Montage, Kabelverlegung, Inbetriebnahme und Prüfprotokoll.

Einzelanlage vs. Gemeinschaftsanlage: Was ist günstiger?

Bei der Wallbox in der Eigentumswohnung hast du zwei Optionen: Alles selbst machen (Einzelanlage) oder gemeinsam mit anderen Eigentümern eine Ladeinfrastruktur aufbauen (Gemeinschaftsanlage). Eine pauschale Antwort, was pro Ladepunkt günstiger ist, gibt es nicht: Bei der Gemeinschaftsanlage werden Zuleitung und Lastmanagement geteilt, dafür ist die Anlage größer. Unser Kostenrechner rechnet bei der Gemeinschaftsanlage mit einem Aufschlag von 35 bis 60 %, bei der Einzelanlage mit 15 bis 25 %.

Einzelanlage

  • ✓Du entscheidest allein über Wallbox-Modell und Zeitpunkt
  • ✓Beim Langsamladen reicht die Verständigung der Miteigentümer
  • ✗Du trägst die Kosten deiner Leitung allein

Gemeinschaftsanlage

  • ✓Zuleitung und Lastmanagement werden geteilt
  • ✓Weitere Ladepunkte lassen sich einplanen
  • ✗Abstimmung mit anderen Eigentümern nötig

Unser Tipp: Wollen mehrere Eigentümer eine Wallbox, holt ein Angebot für beide Varianten ein und vergleicht den Preis pro Ladepunkt. Mehr dazu unter Einzelanlage vs. Gemeinschaftsanlage.

Wer trägt welche Kosten?

Deine Wallbox, deine Kosten

Änderungen an seinem Wohnungseigentumsobjekt darf ein Wohnungseigentümer laut § 16 Abs 2 WEG auf seine Kosten vornehmen. Wallbox, Kabel zu deinem Stellplatz, Montage und FI-Schalter zahlst du also selbst.

Gemeinsame Infrastruktur

Wie die Kosten einer Gemeinschaftsanlage verteilt werden, regelt die Eigentümergemeinschaft. Klärt das schriftlich vor dem Auftrag.

Verständigen statt aktiver Zustimmung

Seit der WEG-Novelle 2022 ist eine Ladestation zum Langsamladen (laut Gesetzesmaterialien jedenfalls bis 5,5 kW) eine privilegierte Änderung. Du verständigst die anderen Eigentümer schriftlich; widerspricht niemand innerhalb von 2 Monaten, gilt die Zustimmung als erteilt (§ 16 Abs 5 WEG).

Weiterführende Informationen

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Echte Kundenstimmen

Was Kundinnen und Kunden sagen

Rückmeldungen von Haushalten, die über uns einen regionalen Elektrobetrieb bekommen haben.

Wallbox
„Bei uns in der Tiefgarage war die Installation nicht ganz trivial. Der vermittelte Betrieb hat sich mit der Hausverwaltung abgestimmt und alles sauber gelöst. Genau dafür braucht man einen Profi aus der Region.“
T. Gruber-Painsi Innsbruck
Wallbox + PV-Anlage
„Zwei Angebote bekommen, in Ruhe verglichen, entschieden. Die Kombination aus PV-Anlage und Wallbox rechnet sich bei uns schon nach wenigen Jahren. Die Vermittlung war kostenlos und ohne Druck.“
E. Schoberleitner Klagenfurt
Wallbox
„Kurzes Formular ausgefüllt, Rückruf noch am selben Tag. Der Elektriker war pünktlich, die 11-kW-Wallbox lief nach drei Stunden. Preis wie im Angebot, keine Überraschungen.“
R. Steininger St. Pölten
Wallbox
„Firmenwagen elektrisch, also musste daheim eine Wallbox her. Vom Ausfüllen der Anfrage bis zur Montage vergingen keine zehn Tage. Regionaler Betrieb, faire Preise, alles ordentlich dokumentiert für den Arbeitgeber.“
N. Pichler-Maad Wels
Wallbox
„Anfrage am Sonntagabend gestellt, am Montag hatten sich schon zwei Elektriker aus dem 22. Bezirk gemeldet. Die Wallbox für unser E-Auto war zwei Wochen später montiert. Unkomplizierter geht's nicht.“
M. Hofstätter Wien
Wallbox + PV-Anlage
„Wir wollten eigentlich nur eine Wallbox, der vermittelte Betrieb hat uns dann eine kombinierte Lösung mit PV-Anlage durchgerechnet. Das Angebot war fair, die Beratung ehrlich, jetzt laden wir großteils mit eigenem Sonnenstrom.“
S. Brunnbauer Graz
Wallbox
„Ich hatte vorher selbst drei Firmen angerufen und nie einen Rückruf bekommen. Über die Plattform ging es innerhalb von zwei Tagen. Der Elektriker aus der Region kannte sich auch mit der Förderung aus und hat beim Antrag geholfen.“
K. Leitgeb Linz

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Quellen & weiterführende Informationen

Fehler gefunden? Schreib uns an info@wallbox-kosten.at, wir prüfen den Hinweis und korrigieren die Seite.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet eine Wallbox in der Eigentumswohnung?

In unseren drei Rechenbeispielen für eine Einzelanlage mit 11 kW (30 bis 50 Meter Kabel) liegen die Kosten bei €2.550 bis €5.650, ohne Lastmanagement und ohne Förderung. Der Preis hängt vor allem von der Kabellänge, den Wanddurchbrüchen und dem Bedarf an Lastmanagement ab.

Einzelanlage oder Gemeinschaftsanlage — was ist günstiger?

Das hängt vom Haus ab. Bei der Gemeinschaftsanlage werden Zuleitung und Lastmanagement geteilt, dafür ist die Anlage größer. Holt ein Angebot für beide Varianten ein und vergleicht den Preis pro Ladepunkt.

Wer zahlt die Wallbox-Kosten in der Eigentumswohnung?

Änderungen an seinem Wohnungseigentumsobjekt darf ein Wohnungseigentümer laut § 16 Abs 2 WEG auf seine Kosten vornehmen, deine eigene Wallbox zahlst du also selbst. Für eine Ladestation zum Langsamladen reicht seit der WEG-Novelle 2022 die Verständigung der Miteigentümer, solange niemand widerspricht. Wie die Kosten einer Gemeinschaftsanlage verteilt werden, regelt die Eigentümergemeinschaft.

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