Wallboxen mit PV-Überschussladen im Vergleich

Die besten Wallboxen für Solarstrom-Nutzer in Österreich.

PV-Überschussladen Schema — Solarstrom fließt vom Dach über Wechselrichter zur Wallbox ins E-Auto

Du hast eine PV-Anlage und willst deinen Solarstrom zum E-Auto-Laden nutzen? Dann brauchst du eine Wallbox mit PV-Überschussladen. Damit wird dein Auto bevorzugt mit eigenem Sonnenstrom geladen — statt teuren Netzstrom zu kaufen oder den Überschuss billig einzuspeisen.

Nicht jede Wallbox kann das gleich gut. In diesem Vergleich zeigen wir, welche Modelle PV-Überschussladen unterstützen, wie die Technik funktioniert und welche Wallbox am besten zu deiner Anlage passt. Die Kosten und Ersparnis einer PV-Wallbox-Kombination haben wir auf einer eigenen Seite aufbereitet.

Kurzfassung

Fronius-PV?

Fronius Wattpilot

Anderer WR + Budget?

go-e Charger

Tiefgarage + PV?

KEBA + Manager

Was ist PV-Überschussladen?

Eine typische PV-Anlage auf einem Einfamilienhaus in Österreich produziert oft mehr Strom, als der Haushalt gerade verbraucht — vor allem mittags. Dieser Überschuss wird normalerweise ins Netz eingespeist (für ~8–10 Cent/kWh). PV-Überschussladen nutzt diesen Überschuss stattdessen, um dein E-Auto zu laden.

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PV produziert

Deine Solaranlage erzeugt mehr Strom als der Haushalt braucht

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Wallbox erkennt

Die intelligente Wallbox erkennt den Überschuss und startet den Ladevorgang

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Auto lädt gratis

Dein E-Auto wird mit kostenlosem Solarstrom geladen — statt teuer aus dem Netz

💡

Die Rechnung ist einfach

Netzstrom kostet aktuell ~25–30 Cent/kWh. Solarstrom vom eigenen Dach kostet dich effektiv ~5–8 Cent/kWh (Gestehungskosten). Einspeisetarif: ~8–10 Cent/kWh. Jede kWh, die du selbst verbrauchst statt einzuspeisen, spart dir ~15–22 Cent. Bei 3.000 kWh Ladestrom pro Jahr sind das €450–€660 Ersparnis.

Wallboxen mit PV-Überschussladen im Vergleich

Hier die wichtigsten Wallboxen mit PV-Feature — alle in Österreich erhältlich und förderfähig:

Modell PV-Überschuss Ext. Manager nötig? Preis (ca.) WR-Kompatibilität
Fronius Wattpilot Ja (nativ) Nein (bei Fronius WR) ~€945 Fronius optimal, andere möglich
go-e Charger Gemini Ja (via API) Ja (viele kompatibel) ~€625 Universell
KEBA P30 + Manager Ja (extern) Ja (z.B. KEBA KeEnergy) ~€1.000 + Manager Universell
Easee Home Ja (via Cloud) Nein ~€750 Über Cloud-Dienst (Stabilität eingeschränkt)

Welche Wallbox passt zu meinem Wechselrichter?

Die Kompatibilität zwischen Wallbox und Wechselrichter ist entscheidend für ein reibungsloses PV-Überschussladen. Hier unsere Empfehlungen nach Wechselrichter-Marke:

F

Fronius-Wechselrichter

Beste Wahl: Fronius Wattpilot. Nahtlose Integration im Fronius-Ökosystem. Plug & Play — keine zusätzliche Konfiguration nötig. Der Wattpilot kommuniziert direkt mit dem Fronius-Wechselrichter über das Hausnetzwerk.

S

SMA-Wechselrichter

Beste Wahl: go-e Charger Gemini. Kompatibel über die HTTP-API. Der go-e liest die Erzeugungsdaten vom SMA Sunny Portal oder direkt vom Wechselrichter und passt die Ladeleistung automatisch an.

H

Huawei-Wechselrichter

Beste Wahl: go-e Charger Gemini. Über die Modbus-Schnittstelle kompatibel. Einrichtung etwas aufwändiger, aber stabil. Alternativ: KEBA P30 mit einem kompatiblen Energiemanager.

K

Kostal-Wechselrichter

Beste Wahl: go-e Charger Gemini. Kompatibel über die Kostal-API. Der go-e liest die Erzeugungsdaten und steuert die Ladeleistung dynamisch.

💡

Allgemeine Empfehlung

Wenn du keinen Fronius-Wechselrichter hast, ist der go-e Charger Gemini die vielseitigste Lösung. Er unterstützt über seine offene API die meisten Wechselrichter am Markt — und ist dabei die günstigste Option.

Wie funktioniert PV-Überschussladen technisch?

Das Prinzip ist einfach — aber die technische Umsetzung unterscheidet sich je nach Wallbox:

Schritt 1: Überschuss messen

Ein Energiezähler (Smart Meter oder CT-Klemme) misst, wie viel Strom deine PV-Anlage produziert und wie viel der Haushalt gerade verbraucht. Die Differenz ist der Überschuss. Manche Wallboxen (Fronius Wattpilot) lesen diese Daten direkt vom Wechselrichter. Andere (go-e, KEBA) brauchen einen separaten Messpunkt oder Energiemanager.

Schritt 2: Ladeleistung anpassen

Die Wallbox passt ihre Ladeleistung dynamisch an den aktuellen Überschuss an. Das passiert alle paar Sekunden. Bei viel Sonne: volle Ladeleistung. Bei Wolken: weniger. Bei zu wenig Überschuss: Ladung pausieren oder Netzstrom zumischen (je nach Einstellung). Die Mindest-Ladeleistung liegt bei den meisten Wallboxen bei 1,4 kW (einphasig) oder 4,1 kW (dreiphasig).

Schritt 3: Intelligent laden

Moderne Wallboxen bieten verschiedene Modi: „Nur Solar" (nur Überschuss), „Solar + Netz" (Mindestleistung garantiert, Rest aus Solar) und „Schnellladen" (volle Leistung, egal woher). Manche Wallboxen können sogar zwischen einphasigem und dreiphasigem Laden umschalten, um auch bei geringem Überschuss laden zu können.

Brauche ich einen Batteriespeicher zusätzlich?

Kurze Antwort: Nein, nicht zwingend. PV-Überschussladen funktioniert auch ohne Batteriespeicher. Aber ein Speicher kann in bestimmten Szenarien sinnvoll sein:

Ohne Speicher reicht, wenn...
  • Das Auto tagsüber zuhause steht (Home-Office, Pension)
  • Du hauptsächlich am Wochenende fährst
  • Deine PV-Anlage groß genug ist (10+ kWp)
  • Dir gelegentliches Netzstrom-Laden nichts ausmacht
Speicher sinnvoll, wenn...
  • Das Auto erst abends angesteckt wird (Pendler)
  • Du maximale Autarkie anstrebst
  • Deine PV-Anlage eher klein ist (5 kWp)
  • Du auch den Haushalt maximal solar versorgen willst

Für die meisten PV-Besitzer empfehlen wir: Erst Wallbox mit Überschussladen, dann optional Speicher. Die Wallbox allein erhöht deinen Eigenverbrauch massiv. Ein Speicher bringt weitere Vorteile, ist aber eine deutlich größere Investition (€5.000–€15.000). Mehr zur Kombination auf unserer Seite PV + Wallbox Kombination.

So viel sparst du mit PV-Überschussladen

Eine Beispielrechnung für ein typisches Einfamilienhaus in Österreich mit 10 kWp PV-Anlage und 15.000 km Fahrleistung pro Jahr:

Ohne PV-Überschussladen

  • Verbrauch E-Auto~3.000 kWh/Jahr
  • Strompreis (Netz)~€0,28/kWh
Jährliche Ladekosten~€840

Mit PV-Überschussladen

  • Solar-Anteil (~65%)~1.950 kWh × €0,07 = €137
  • Netz-Anteil (~35%)~1.050 kWh × €0,28 = €294
Jährliche Ladekosten~€431

Jährliche Ersparnis: ~€409

Die Wallbox-Investition (nach Förderung) amortisiert sich in 3–4 Jahren

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Quellen & weiterführende Informationen

Häufig gestellte Fragen

Was ist PV-Überschussladen bei einer Wallbox?

PV-Überschussladen bedeutet, dass dein E-Auto bevorzugt mit dem Strom geladen wird, den deine Photovoltaik-Anlage gerade produziert und den du nicht im Haushalt verbrauchst. Statt den Überschuss ins Netz einzuspeisen (niedrige Vergütung), nutzt du ihn zum Laden — das spart Stromkosten.

Brauche ich einen Batteriespeicher für PV-Überschussladen?

Nein, ein Batteriespeicher ist nicht zwingend nötig. Die Wallbox passt die Ladeleistung direkt an die aktuelle PV-Produktion an. Ein Speicher kann aber sinnvoll sein, um auch abends/nachts mit Solarstrom zu laden — wenn das Auto erst nach Sonnenuntergang angesteckt wird.

Welche Wallbox eignet sich am besten für PV-Überschussladen?

Für Fronius-PV-Besitzer: Der Fronius Wattpilot — nahtlose Integration ohne Zusatzgeräte. Für alle anderen: Der go-e Charger Gemini — günstig und mit vielen Wechselrichtern kompatibel. Die KEBA braucht einen externen Energiemanager, funktioniert damit aber ebenfalls zuverlässig.

Wie viel spare ich mit PV-Überschussladen?

Bei 15.000 km Fahrleistung pro Jahr und einer typischen 10-kWp-PV-Anlage kannst du rund 60–70% des Ladestroms solar abdecken. Das spart je nach Strompreis €400–€600 pro Jahr. Die Amortisation der Wallbox-Investition erfolgt so deutlich schneller.

Funktioniert PV-Überschussladen auch im Winter?

Ja, aber eingeschränkt. Im Winter produziert eine PV-Anlage weniger Strom und der Hausverbrauch (Heizung, Licht) ist höher. Der PV-Überschuss reicht dann oft nicht zum Laden. Intelligente Wallboxen wechseln automatisch zwischen Solar- und Netzstrom — je nach Verfügbarkeit.

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