Förderungen · 4 Min. Lesezeit

Wallbox Förderung 2026 ausgeschöpft — Was jetzt?

Die eRide-Bundesförderung ist ausgeschöpft. Was du jetzt tun kannst: Landesförderungen, THG-Prämie & warum sich die Wallbox trotzdem lohnt.


Die eRide-Bundesförderung für E-Ladeinfrastruktur ist seit Mitte März 2026 vollständig ausgeschöpft. Neue Registrierungen auf umweltfoerderung.at sind nicht mehr möglich. Was bedeutet das für dich — und welche Alternativen gibt es?

Was ist passiert?

Das Budget der Bundesförderung E-Mobilität (eRide), die vom BMK über den Klima- und Energiefonds und die Kommunalkredit Public Consulting (KPC) abgewickelt wird, war 2026 innerhalb weniger Wochen erschöpft. Seit ca. 18. März 2026 können sich keine neuen Antragsteller mehr registrieren. Die Nachfrage nach E-Ladeinfrastruktur übersteigt das verfügbare Förderbudget deutlich — ein klares Signal, dass die E-Mobilität in Österreich boomt.

Das Programm bot bis zu €600 für Einfamilienhäuser und bis zu €900 pro Ladepunkt im Mehrparteienhaus. In Kombination mit Landesförderungen konnten Wallbox-Käufer so bis zu €900 oder mehr zurückbekommen.

Bereits registriert? Antrag einreichen!

Falls du dich vor der Budget-Erschöpfung bereits auf umweltfoerderung.at registriert hast, kannst du deinen Antrag weiterhin einreichen. Die Registrierung sichert dir deinen Förderplatz — unabhängig davon, ob das Budget inzwischen ausgeschöpft ist.

Wichtig: Beachte die Fristen! Nach der Registrierung hast du in der Regel 12 Monate Zeit, um die Wallbox zu kaufen, installieren zu lassen und die Rechnungen einzureichen. Lass diese Frist nicht verstreichen.

Landesförderungen: Was läuft noch?

Die gute Nachricht: Landesförderungen werden aus eigenen Budgets der Bundesländer finanziert und laufen unabhängig vom Bundesbudget. In vielen Bundesländern kannst du weiterhin Zuschüsse beantragen:

Auch Gemeindeförderungen sind oft weiterhin verfügbar. Frag bei deiner Gemeinde nach — viele bieten zusätzliche €100–€300 für E-Ladeinfrastruktur.

THG-Prämie als Alternative

Eine oft übersehene Einnahmequelle für E-Auto-Besitzer ist die THG-Prämie (Treibhausgasminderungs-Quote). Damit verkaufst du die CO₂-Einsparungen deines Elektroautos an Mineralölunternehmen, die ihre Emissionsquoten erfüllen müssen.

Das bringt dir jährlich €50–€100 — unabhängig von jeder Wallbox-Förderung. Die Anmeldung läuft über spezialisierte Plattformen und ist unkompliziert. Über die gesamte Nutzungsdauer deines E-Autos summiert sich das auf mehrere hundert Euro.

Kommt eine Budget-Aufstockung?

Die Erfahrung aus den Vorjahren macht Hoffnung: In den Jahren 2023, 2024 und 2025 wurde das Budget der Bundesförderung E-Mobilität mehrfach aufgestockt, nachdem es frühzeitig erschöpft war. Die hohe Nachfrage war immer wieder Anlass für zusätzliche Mittel.

Ob und wann eine Aufstockung für 2026 kommt, ist noch offen. Ebenso möglich ist ein Nachfolgeprogramm für 2027 mit angepassten Fördersätzen. Wir beobachten die Entwicklung und informieren dich hier, sobald es Neuigkeiten gibt.

Unser Tipp: Warte nicht auf eine mögliche Aufstockung. Hole dir jetzt einen Kostenvoranschlag und nutze die verfügbaren Landesförderungen. Falls eine Aufstockung kommt, kannst du dich dann schnell registrieren, weil du den Kostenvoranschlag bereits hast.

Warum sich die Wallbox auch ohne Förderung lohnt

Auch ohne Bundesförderung ist die Wallbox eine der besten Investitionen für E-Auto-Besitzer. Der entscheidende Vorteil liegt in den laufenden Einsparungen beim Laden:

Zuhause ladenÖffentlich laden
Kosten pro kWh~€0,25–0,35~€0,45–0,75
Kosten pro 100 km~€5–8~€10–18
Kosten pro Jahr (15.000 km)~€750–1.200~€1.500–2.700
BequemlichkeitImmer voll am MorgenAnfahrt + Wartezeit

Die Ersparnis von €500–€1.500 pro Jahr gegenüber dem Laden an öffentlichen Stationen bedeutet, dass sich eine Wallbox (Gesamtkosten €1.500–€3.500) innerhalb von 1–3 Jahren amortisiert — ganz ohne Förderung.

Dazu kommen die Vorteile einer eigenen Wallbox: Du lädst bequem über Nacht, hast jeden Morgen ein volles Auto und bist nicht auf die Verfügbarkeit öffentlicher Ladestationen angewiesen. Mit einer PV-Anlage lädst du sogar mit eigenem Sonnenstrom — dann kostet dich die Energie quasi nichts.

Jetzt handeln: Angebot einholen

Die ausgeschöpfte Bundesförderung ist kein Grund, die Wallbox-Installation zu verschieben. Die Vorteile bleiben bestehen und die Landesförderungen helfen, die Kosten zu senken.

So gehst du jetzt am besten vor:

  1. Kostenvoranschlag einholen — über wallbox-kosten.at/anfrage/ bekommst du bis zu 3 kostenlose Angebote
  2. Landesförderung beantragen — prüfe auf unserer Förderungs-Übersicht, was in deinem Bundesland möglich ist
  3. Gemeinde kontaktieren — frage nach lokalen Zuschüssen für E-Ladeinfrastruktur
  4. Installieren lassen — profitiere ab dem ersten Tag vom günstigen Laden zuhause

Hast du Fragen zur aktuellen Fördersituation? Nutze unser Kontaktformular — wir helfen dir gerne weiter.

Weiterlesen: Alle Wallbox-Förderungen 2026 im Überblick und welche Wallbox-Modelle im Test empfehlenswert sind. Mit einer PV-Anlage sparst du noch mehr — lies dazu unseren Artikel zum PV-Überschussladen.

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