Technik · 10 Min. Lesezeit

Wallbox Test 2026: Die 5 besten Modelle für Österreich

Welche Wallbox ist Testsieger? Wir vergleichen KEBA, go-e, Fronius & Co. nach Preis, Leistung, PV-Kompatibilität und Förderfähigkeit.


Du suchst die beste Wallbox für dein Zuhause in Österreich? Wir haben fünf Modelle verglichen, mit Fokus auf das, was für E-Auto-Besitzer in Österreich zählt: Förderfähigkeit, Anmeldung beim Netzbetreiber, PV-Überschussladen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

So sind wir vorgegangen: Wir haben die Geräte nicht selbst im Labor getestet. Leistung, Schnittstellen und Schutzfunktionen stammen aus den Angaben der Hersteller, die Preise aus den Online-Shops der Hersteller, soweit sie Preise nennen, und die Testnoten aus den Wallbox-Tests des ÖAMTC.

Ein gutes Testergebnis aus Deutschland hilft dir wenig, wenn die Wallbox die Voraussetzungen der österreichischen Förderungen nicht erfüllt oder sich nicht sinnvoll in deine Anlage einbinden lässt.

Unsere Vergleichskriterien

Für unseren Vergleich haben wir sechs Kriterien herangezogen, die im österreichischen Alltag den Unterschied machen:

  • Preis-Leistung: Was bekommst du für dein Geld? Anschaffungskosten plus Installation.
  • PV-Überschussladen: Kann die Wallbox automatisch mit Solarstrom laden? Wie gut ist die Einbindung?
  • OCPP-Support: Offenes Ladeprotokoll für Abrechnungssysteme und Lastmanagement, besonders wichtig im Mehrparteienhaus.
  • Förderfähigkeit: Erfüllt die Wallbox die Anforderungen der Landesförderungen? Die Bundesförderung (eRide) ist vorzeitig beendet.
  • Schutzart & Sicherheit: Für Ladepunkte im Freien verlangt der technische Leitfaden der Landesinnungen in Niederösterreich mindestens Schutzart IP4X. Ist ein Schutz gegen Gleichfehlerströme eingebaut?
  • App & Bedienung: Wie gut funktioniert die Smartphone-App? Gibt es Timer, Ladeprotokoll, Fernzugriff?

Top 5 Wallboxen für Österreich 2026

1. go-e Charger Gemini 2.0: unser Preis-Leistungs-Tipp

Der go-e Charger Gemini 2.0 ist eine stationäre Wallbox mit eingebauter SIM-Karte. Hersteller ist die go-e GmbH aus Feldkirchen in Kärnten. Laut go-e ist der Gemini der Nachfolger des go-eCharger HOMEfix. Der HOMEfix teilte sich im ÖAMTC-Wallboxtest 2022 den ersten Platz (Note 1,8).

  • Preis: €819 (11 kW) bzw. €829 (22 kW) im Online-Shop von go-e, Stand Oktober 2026
  • Leistung: 11 kW oder 22 kW, ein- und dreiphasig ab 1,4 kW
  • PV-Überschussladen: über API, OCPP, den go-e Controller oder ein anderes Energiemanagement-System
  • OCPP: Ja (1.6)
  • Besonderheit: DC-Schutzmodul, RFID, Verriegelung des Ladekabels, Typ-2-Dose statt fest angeschlagenem Kabel, rund 1,84 kg (11 kW)

Für wen? Für Einfamilienhäuser und alle, die eine smarte Wallbox mit App und PV-Anbindung suchen. Die SIM-Karte hilft, wenn das WLAN am Stellplatz schwach ist.

→ Mehr Details: go-e Charger im Vergleich

2. KEBA KeContact P30: für Mehrparteienhäuser

Die KEBA KeContact P30 kommt von der KEBA Group aus Linz. Es gibt sie als c-series und als x-series; die x-series bindet die Station an ein OCPP-Backend an und kann bis zu 15 c-series-Wallboxen dynamisch steuern. Im ÖAMTC-Test von Wallboxen zum PV-Überschussladen (2023) belegte die KeContact P30 (PV-Edition) Platz 3 mit der Note 1,9.

  • Preis: KEBA nennt keinen offiziellen Preis, den nennt das Angebot des Fachbetriebs
  • Leistung: bis 11 kW oder 22 kW, ein- oder dreiphasig
  • PV-Überschussladen: über Modbus TCP oder UDP mit einem Energiemanagement- oder PV-System
  • OCPP: x-series ja, die c-series über eine x-series als Master
  • Besonderheit: Erkennung von Gleichfehlerströmen eingebaut, Energiezähler wahlweise MID-zertifiziert, RFID optional, Varianten mit 6-m-Kabel oder Typ-2-Steckdose

Für wen? Mehrparteienhäuser und Garagen mit mehreren Ladepunkten, weil die x-series als Master das Lastmanagement übernimmt. Hinweis: KEBA führt inzwischen auch die KeContact P40 und P40 Pro.

→ Mehr Details: KEBA KeContact im Vergleich

3. Fronius Wattpilot: ÖAMTC-Testsieger beim PV-Überschussladen

Der Fronius Wattpilot kommt von Fronius International mit Sitz in Pettenbach. Im ÖAMTC-Test von acht Wallboxen zum PV-Überschussladen (2023) landete der Wattpilot Home 11 J 2.0 mit der Note 1,6 auf Platz 1; der ÖAMTC lobte die Lademodi und die beste App im Testfeld.

  • Preis: im Fronius-Shop Österreich Wattpilot Go 11 J €1.153,20 und Go 22 J €1.185,60 inkl. MwSt. (ohne Installation); für den Wattpilot Home nennt der Shop keinen Preis
  • Leistung: Wattpilot Home 11 J mit 11 kW oder Home 22 J mit 22 kW
  • PV-Überschussladen: Ja; laut ÖAMTC braucht der Wattpilot für intelligentes PV-Überschussladen weitere Fronius-Komponenten
  • OCPP: Ja, für die Anbindung an ein Management-System
  • Besonderheit: Lademodi Standard, Eco und Next Trip, Fehlerstrom-Schutzeinrichtung mit 20 mA AC und 6 mA DC, RFID

Für wen? PV-Anlagen-Besitzer, vor allem, wenn schon Fronius-Komponenten im Haus sind.

→ Mehr Details: Fronius Wattpilot im Vergleich

4. NRGkick: die mobile Lösung

Der NRGkick ist eine mobile Wallbox der DiniTech GmbH aus Sankt Stefan im Rosental, entwickelt und gefertigt in Österreich. Im ÖAMTC-Test mobiler Ladeeinrichtungen (2024) bekam er die Note 1,8; der ÖAMTC lobte das Wechseladaptersystem und die App.

  • Preis: im NRGkick-Shop ab €647,88 (16A) bzw. €694,68 (32A), ohne Installation
  • Leistung: NRGkick 16A mit 11 kW oder NRGkick 32A mit bis zu 22 kW
  • PV-Überschussladen: über den Smart Service für PV-geführtes Laden
  • OCPP: als optionaler Smart Service
  • Besonderheit: wechselbare Steckeraufsätze für gängige Steckdosen, Typ-2-Ladekabel in 5, 7,5 oder 10 m Länge, Fehlerstromschutz

Für wen? Mieter, Zweitwohnsitz und alle, die ihre Ladestation mitnehmen wollen. Bei mobilen Ladeeinrichtungen rät der ÖAMTC zu 11 kW; für mehr bräuchte man außerdem eine Genehmigung des Netzbetreibers. Auch mobile Ladeeinrichtungen über 3,68 kVA sind laut Leitfaden der Landesinnungen beim Netzbetreiber meldepflichtig.

5. ABL eMH1: die Basis ohne App

Die ABL eMH1 ist eine einfache Wallbox ohne Vernetzung. Im ÖAMTC-Wallboxtest 2024 (Einsteigergeräte zwischen 199 und 650 Euro) bekam sie die Gesamtnote 2,1 („gut“) und hatte mit 0,5 Watt den niedrigsten Stand-by-Verbrauch im Test.

  • Leistung: 11 kW (16 A)
  • PV-Überschussladen und OCPP: Nein; laut ÖAMTC keine Vernetzung, keine App und keine Unterstützung des OCPP-Protokolls
  • Besonderheit: Typ-2-Buchse (nicht verriegelbar), FI Typ A und elektronischer DC-Fehlerstromschutz (6 mA) eingebaut, Gehäuse IP54

Für wen? Wer einfach nur laden will und weder App noch PV-Anbindung braucht. Weil sich die Buchse nicht verriegeln lässt, passt sie besser in eine abschließbare Garage als in einen offenen Carport.

Vergleichstabelle

ModellPreisLeistungOCPPFehlerstromschutzLadeanschluss
go-e Gemini 2.0€819 (11 kW)11/22 kW✅ (1.6)DC-SchutzmodulTyp-2-Dose
KEBA P30keine Herstellerangabe11/22 kWx-series ✅DC-Erkennung integriertKabel 6 m oder Steckdose
Fronius Wattpilot Homekeine Herstellerangabe (Go 11 J: €1.153,20)11/22 kW✅20 mA AC, 6 mA DCTyp-2-Dose
NRGkickab €647,8811/22 kWals Smart ServiceintegriertKabel 5 bis 10 m
ABL eMH1keine Angabe11 kW❌FI Typ A + DC 6 mABuchse, nicht verriegelbar

Preise ohne Installation laut den Online-Shops der Hersteller (Stand Oktober 2026); KEBA und ABL nennen keinen Preis.

→ Ausführlicher Vergleich: Wallbox Vergleich 2026

Welche dieser Wallboxen zu deinem Hausanschluss passt, prüft ein Elektriker aus deiner Region.

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Welche Wallbox passt zu dir?

Die richtige Wahl hängt von deiner Situation ab:

Du hast ein Einfamilienhaus ohne PV-Anlage? → go-e Charger Gemini 2.0: App, Ladetimer, OCPP und SIM-Karte für schwaches WLAN.

Du hast ein Einfamilienhaus MIT PV-Anlage? → Fronius Wattpilot: Platz 1 im ÖAMTC-Test zum PV-Überschussladen, am besten mit weiteren Fronius-Komponenten.

Du wohnst im Mehrparteienhaus / Eigentumswohnung? → KEBA KeContact P30: Die x-series steuert bis zu 15 c-series-Wallboxen und bindet sie an ein OCPP-Backend an.

Du brauchst eine mobile Lösung? → NRGkick: Wechseladapter für gängige Steckdosen, ÖAMTC-Note 1,8.

Du willst einfach nur laden, kleines Budget? → ABL eMH1: ohne App, mit eingebautem AC- und DC-Fehlerstromschutz, Note 2,1 im ÖAMTC-Test 2024.

Noch unsicher, ob 11 kW oder 22 kW? Unser Ratgeber hilft: 11 kW vs. 22 kW: Was brauchst du wirklich?

Wallbox installieren lassen: was es in deiner Region kostet

Zum Gerät kommt die Montage. Was sie kostet, hängt vom Hausanschluss, vom Kabelweg und vom Netzbetreiber ab, und der kann je nach Bundesland ein anderer sein:

Den genauen Preis für dein Haus nennt dir ein Elektriker nach einem kurzen Blick auf den Zählerkasten: Bis zu 3 kostenlose Angebote aus deiner Region anfordern.

Was sagen die Tests des ÖAMTC?

Der ÖAMTC testet gemeinsam mit seinen Partnerclubs zweimal jährlich Wallboxen und bewertet Lieferumfang und Montage, Sicherheit, Funktion, Ausstattung und App. Die Ergebnisse zu den Modellen aus unserem Vergleich:

  • 2024, Einsteiger-Wallboxen: Testsieger wurde die Delta AC Max Basic (Note 1,7), die ABL eMH1 bekam 2,1.
  • 2024, mobile Ladeeinrichtungen: Bester im Test war der Juice Booster 3 Air (Note 1,6), der NRGkick bekam 1,8.
  • 2023, PV-Überschussladen: Platz 1 ging an den Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0 (Note 1,6), Platz 3 an die KEBA KeContact P30 (Note 1,9).
  • 2022: Der go-eCharger HOMEfix teilte sich mit dem Wallbox Chargers Commander 2 den ersten Platz (je Note 1,8), die KEBA KeContact P30 x-series bekam 2,3.

Wichtig: Testnoten sagen nichts darüber, ob eine Wallbox die Voraussetzungen einer Förderung in deinem Bundesland erfüllt. Das prüfst du am besten vor dem Kauf.

Häufige Fragen

Welche Wallbox ist Testsieger in Österreich?

Das hängt vom Test ab. Im ÖAMTC-Wallboxtest 2024 wurde die Delta AC Max Basic Testsieger, beim ÖAMTC-Test von Wallboxen zum PV-Überschussladen (2023) der Fronius Wattpilot Home 11 J 2.0. Welche Wallbox zu dir passt, hängt vom Einsatz ab: Für PV-Besitzer mit passendem Wechselrichter kommt der Fronius Wattpilot in Frage, für mehrere Ladepunkte die KEBA KeContact P30 mit Lastmanagement.

Brauche ich eine Wallbox mit OCPP?

OCPP (Open Charge Point Protocol) ist wichtig, wenn du in einem Mehrparteienhaus wohnst, ein Abrechnungssystem nutzen willst oder flexibel bleiben möchtest. Für die inzwischen beendete Bundesförderung mussten alle Wallboxen OCPP oder Modbus TCP beherrschen. Für Einfamilienhäuser ist OCPP ein Nice-to-have, aber kein Muss.

Sind die Wallboxen aus dem Vergleich förderfähig?

Die Bundesförderung (eRide) ist vorzeitig beendet; neue Registrierungen sind nicht mehr möglich. Auf ihrer Liste förderungsfähiger Ladegeräte (Stand November 2025) standen der go-e Charger Gemini 2.0, die KEBA KeContact P30c und P30x, der Fronius Wattpilot Home und der NRGkick (Gen 2) als intelligentes Ladekabel. Landesförderungen haben eigene Bedingungen: Die Steiermark etwa verlangt eine dreiphasige intelligente Wallbox mit mindestens 11 kW. Was in deinem Bundesland gilt, steht in unserer Förder-Übersicht.

Was kostet die Wallbox-Installation zusätzlich?

Zum Gerät kommt die Montage. Laut unserer Kostenübersicht kostet die Arbeitszeit des Elektrikers rund €500 bis €900, das Kabel €15 bis €25 pro Meter; muss ein FI-Schalter Typ B nachgerüstet werden, kommen €200 bis €350 dazu. Unser Kostenrechner zeigt dir eine Schätzung für deine Situation.

Kostenlose Angebote für deine Wallbox

Du weißt jetzt, welche Wallbox zu dir passt, fehlt nur noch das Angebot vom Elektriker. Über unser Formular bekommst du kostenlos und unverbindlich bis zu 3 Angebote von regionalen Installateuren in deiner Nähe.

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Weiterlesen: Worauf du beim 11 kW vs. 22 kW Vergleich achten solltest. Und ob sich Wallbox mieten oder kaufen mehr lohnt. Alle Wallbox-Installationskosten im Detail.

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Echte Kundenstimmen

Was Kundinnen und Kunden sagen

Rückmeldungen von Haushalten, die über uns einen regionalen Elektrobetrieb bekommen haben.

Wallbox
„Firmenwagen elektrisch, also musste daheim eine Wallbox her. Vom Ausfüllen der Anfrage bis zur Montage vergingen keine zehn Tage. Regionaler Betrieb, faire Preise, alles ordentlich dokumentiert für den Arbeitgeber.“
N. Pichler-Maad Wels
Wallbox
„Anfrage am Sonntagabend gestellt, am Montag hatten sich schon zwei Elektriker aus dem 22. Bezirk gemeldet. Die Wallbox für unser E-Auto war zwei Wochen später montiert. Unkomplizierter geht's nicht.“
M. Hofstätter Wien
Wallbox + PV-Anlage
„Wir wollten eigentlich nur eine Wallbox, der vermittelte Betrieb hat uns dann eine kombinierte Lösung mit PV-Anlage durchgerechnet. Das Angebot war fair, die Beratung ehrlich, jetzt laden wir großteils mit eigenem Sonnenstrom.“
S. Brunnbauer Graz
Wallbox
„Ich hatte vorher selbst drei Firmen angerufen und nie einen Rückruf bekommen. Über die Plattform ging es innerhalb von zwei Tagen. Der Elektriker aus der Region kannte sich auch mit der Förderung aus und hat beim Antrag geholfen.“
K. Leitgeb Linz
Wallbox
„Bei uns in der Tiefgarage war die Installation nicht ganz trivial. Der vermittelte Betrieb hat sich mit der Hausverwaltung abgestimmt und alles sauber gelöst. Genau dafür braucht man einen Profi aus der Region.“
T. Gruber-Painsi Innsbruck
Wallbox + PV-Anlage
„Zwei Angebote bekommen, in Ruhe verglichen, entschieden. Die Kombination aus PV-Anlage und Wallbox rechnet sich bei uns schon nach wenigen Jahren. Die Vermittlung war kostenlos und ohne Druck.“
E. Schoberleitner Klagenfurt
Wallbox
„Kurzes Formular ausgefüllt, Rückruf noch am selben Tag. Der Elektriker war pünktlich, die 11-kW-Wallbox lief nach drei Stunden. Preis wie im Angebot, keine Überraschungen.“
R. Steininger St. Pölten
Frage 1 von 5Schritt 1 von 6

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