Easee Home: Test, Erfahrung & Kosten

Die kompakteste smarte Wallbox im Detail-Check für Österreich.

Unser Fazit

Die Easee Home ist die kompakteste smarte Wallbox am Markt — kaum größer als ein Buch, elegant designt und technisch clever: Phasenumschaltung, integrierter FI Typ B und dynamisches Lastmanagement für bis zu drei Boxen an einem Sicherungskreis. Schwächen: PV-Überschussladen geht nur mit dem Equalizer-Zubehör, und viele Komfortfunktionen hängen an der Easee Cloud.

Preis

€730–€850

Ladeleistung

1,4–22 kW

Empfehlung

Design-Tipp

Die Easee Home aus Norwegen hat den Wallbox-Markt aufgemischt: Während viele Ladestationen wie Technikkästen aussehen, ist die Easee kaum größer als ein Taschenbuch und wiegt nur 1,5 kg. Dahinter steckt ein durchdachtes Konzept — die Box wird auf eine vorinstallierte Rückplatte gesteckt und lässt sich in Minuten tauschen.

In diesem Test schauen wir uns an, was die Easee Home wirklich kann, wo ihre Grenzen liegen und für wen sie in Österreich die richtige Wahl ist. Einen Überblick über alle empfehlenswerten Modelle findest du in unserem Wallbox-Vergleich.

Steckbrief: Easee Home

Hersteller Easee (Norwegen)
Modell Easee Home
Ladeleistung 1,4–22 kW, automatische Phasenumschaltung (1-/3-phasig)
Ladeanschluss Typ-2-Steckdose (Kabel nicht fest angeschlagen)
Preis (AT-Markt) €730–€850 (Stand Juli 2026)
RFID Ja (Easee Key, im Lieferumfang)
App-Steuerung Ja (Easee App, WLAN + eSIM integriert)
Lastmanagement Ja, dynamisch — bis 3 Boxen an einem Sicherungskreis
OCPP Ja (OCPP 1.6J über die Easee Cloud)
PV-Überschussladen Mit Easee Equalizer (Zubehör, ca. €150–€200)
DC-Fehlerschutz Integriert (inkl. FI Typ B — spart €200–€350 bei der Installation)
Schutzklasse IP54 (Außen- und Innenbereich)

Vorteile & Nachteile der Easee Home

Vorteile
  • Extrem kompakt: 25,6 × 19,3 cm, 1,5 kg — die unauffälligste Wallbox am Markt, auch in mehreren Farben erhältlich
  • FI Typ B integriert: Kein teurer separater Fehlerstromschutzschalter nötig — spart €200–€350 bei der Installation
  • Phasenumschaltung: Wechselt automatisch zwischen 1- und 3-phasigem Laden (1,4–22 kW stufenlos)
  • Dynamisches Lastmanagement: Bis zu 3 Easee-Boxen teilen sich einen Sicherungskreis — ideal für Zweit-Auto oder Reihenhaus
  • WLAN + eSIM serienmäßig: Die Box ist auch ohne Heim-WLAN online (Mobilfunk integriert)
  • RFID inklusive: Easee Key im Lieferumfang — Zugangsschutz ohne Aufpreis
Nachteile
  • PV-Überschussladen nur mit Zubehör: Der Easee Equalizer kostet extra — go-e und Fronius können das nativ
  • Cloud-Abhängigkeit: App, Statistiken und OCPP laufen über die Easee Cloud — ohne Internet nur Basisfunktionen
  • Kein fest angeschlagenes Kabel: Du brauchst ein eigenes Typ-2-Ladekabel (€150–€250 extra), das du jedes Mal ansteckst
  • Service aus Norwegen: Kein österreichischer Hersteller-Support vor Ort wie bei KEBA, go-e oder Fronius

Für wen ist die Easee Home die richtige Wahl?

Die Easee Home ist die Wallbox für alle, denen Optik und Kompaktheit wichtig sind — mit einigen technischen Extras, die man ihr nicht ansieht:

Design-bewusste Hausbesitzer

Wenn die Wallbox an der Hausfassade oder im Carport nicht auffallen soll, ist die Easee unschlagbar — kompakt, leise, in mehreren Farben.

Haushalte mit zwei E-Autos (oder Plänen dafür)

Bis zu drei Easee-Boxen teilen sich dynamisch einen Sicherungskreis — die zweite Box wird einfach dazugehängt, ohne den Hausanschluss zu verstärken. Mehr dazu: Welche Ladeleistung brauchst du?

Schwacher Hausanschluss oder Altbau

Dank stufenloser Leistungsregelung ab 1,4 kW und Phasenumschaltung passt sich die Easee an fast jede Elektroinstallation an.

Weniger geeignet: PV-Besitzer, die nativ Überschussladen wollen

Mit Equalizer geht PV-Überschussladen, aber der go-e Charger, der Fronius Wattpilot oder die myenergi Zappi können es ohne Zubehör.

Was kostet die Easee Home mit Installation?

Die Wallbox allein ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Hier eine realistische Rechnung für ein typisches Einfamilienhaus in Österreich — der integrierte FI Typ B spart dabei spürbar Material:

Beispielrechnung: Easee Home (11 kW angemeldet)

  • Easee Home~€750
  • Typ-2-Ladekabel (5 m)~€200
  • Kabel 10 m (5×4 mm²)€200
  • FI Typ A + Absicherung (Typ B entfällt)€150
  • Arbeitszeit Installateur (3–4 h)€400
  • Kleinmaterial, Wanddurchbruch€150
Gesamt~€1.850

Hinweis zur Förderung: Die Easee Home erfüllt die Kriterien der Wallbox-Förderung (intelligent, fest montiert, über 3,7 kW). Die Bundesförderung ist allerdings derzeit pausiert — den aktuellen Stand findest du auf der Förder-Status-Seite, und mit dem Förder-Alert erfährst du sofort, wenn ein neues Programm startet.

Die genauen Wallbox-Kosten hängen von deiner individuellen Situation ab — insbesondere Kabellänge und nötige Elektrik-Anpassungen. Über unser Formular bekommst du bis zu 3 konkrete Angebote von Installateuren in deiner Nähe.

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Häufig gestellte Fragen

Ist die Easee Home in Österreich förderfähig?

Ja, die Easee Home erfüllt die technischen Kriterien der österreichischen Wallbox-Förderung: fest montiert, mehr als 3,7 kW und intelligent steuerbar (OCPP über die Easee Cloud). Wichtig: Die Bundesförderung (eRide) ist derzeit pausiert, weil das Budget ausgeschöpft wurde. Den aktuellen Stand siehst du auf unserer Förder-Status-Seite.

Kann die Easee Home PV-Überschussladen?

Nicht von Haus aus. Für PV-Überschussladen brauchst du den Easee Equalizer, einen separaten Energiezähler-Sensor, der im Zählerkasten montiert wird und den Stromfluss misst. Der Equalizer kostet zusätzlich rund €150 bis €200. Wer PV-Überschussladen ohne Zubehör will, ist mit dem go-e Charger, dem Fronius Wattpilot oder der myenergi Zappi besser bedient.

Braucht die Easee Home einen FI-Schalter Typ B?

Nein. Die Easee Home hat den DC-Fehlerschutz und die Fehlerstromüberwachung bereits integriert. Es reicht ein normaler FI Typ A in der Zuleitung — das spart bei der Installation rund €200 bis €350 gegenüber Wallboxen, die einen separaten FI Typ B benötigen.

Was bedeutet die Phasenumschaltung bei der Easee Home?

Die Easee Home kann automatisch zwischen 1-phasigem und 3-phasigem Laden umschalten und regelt die Ladeleistung stufenlos von 1,4 bis 22 kW. Das ist praktisch bei schwachen Hausanschlüssen und beim Laden mit niedriger Leistung. Für 22 kW brauchst du wie bei jeder Wallbox eine Genehmigung des Netzbetreibers.

Ist die Easee Home cloudabhängig?

Teilweise. Grundfunktionen wie Laden und die Easee-Key-Freischaltung funktionieren auch offline. Für App-Steuerung, Ladestatistiken, OCPP-Anbindung und Firmware-Updates braucht die Box aber eine Internetverbindung zur Easee Cloud. Wer eine komplett lokale Lösung will, sollte das vor dem Kauf bedenken.

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